1. Kapitel
Erfassung der Strukturen von Kooperationssystemen in grafischen Plänen
= Fundamental Modelling Concepts (FMC)



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1.1
Zwei
Probleme
1.2
Lösungs-
konzept
1.3
Aufbau-
pläne
1.4
Ablauf-
pläne
1.5
Daten-
pläne
1.6
Metaplan
der Pläne
1.7
Interpreter-
schichtung
1.8
Phasen-
trennung

1.6 Metaplan der Pläne

Die Struktur der FMC-Begriffswelt

Die in den drei Kapiteln 1.3, 1.4 und 1.5 eingeführten Plantypen Aufbauplan, Ablaufplan und Material- bzw. Datenplan haben Beziehungen zueinander und können deshalb in einem einzigen sog. Metaplan erfasst werden. Die Bezeichnung Metaplan weist darauf hin, dass dieser Plan etwas über Pläne aussagt.

Das dargestellte Diagramm beschreibt die auf der FMC-Begriffswelt beruhenden drei bipartiten Plantypen. Der Begriff bipartit charakterisiert Graphen, die nur Knoten zweierlei Typs enthalten und bei denen Verbindungen grundsätzlich nur zwischen zwei Knoten unterschiedlichen Typs vorkommen.

Die Knoten auf den FMC-Plänen können für vergröberte Strukturen stehen, die dann selbst wieder durch den jeweiligen Plantyp beschrieben werden. Deshalb gibt es die sechs Enthaltenseinsrelationen.

Jeder Knoten eines Ablaufplans symbolisiert entweder eine Aktion oder einen Steuerzustand. Der Plan beschreibt den kausalen Zusammenhang zwischen den Aktionen. Dazu wird er als Petrinetz interpretiert, wobei die Aktionen als Transitionen und die Steuerzustände als Stellen zu betrachten sind. Im Unterschied zu den Operationszuständen sind die Steuerzustände grundsätzlich elementar, d. h. sie haben keine innere Struktur.

Jeder Knoten eines Aufbauplans symbolisiert entweder einen Akteur oder ein Aktionsfeld. Ein Aktionsfeld ist ein Ort, an dem Material (Information, Materie oder Energie) ruhend oder fließend vorkommt. Der Plan zeigt, welche Akteure Zugang zu welchen Aktionsfeldern haben. Die Akteure brauchen diese Zugänge für ihre Aktionen, die dazu dienen, die Zustände des auf den Aktionsfeldern vorkommenden Materials zu verändern. Der jeweils aktuelle Zustand des Materials auf einem Aktionsfeld ist ein sog. Operationszustand. Die auf einem Aktionsfeld möglichen vorkommenden Operationszustände sind an einen Typ gebunden, der elementar oder strukturiert sein kann.

Ein Materialstrukturplan beschreibt einen strukturierten Zustandstyp, indem er zeigt, aus welchen Komponententypen dieser aufgebaut ist und in welchen Beziehungen diese zueinander stehen. Der Plan ist ein sog. Entity-Relationship-Diagramm (ERD), bei dem die Komponententypen den Entitäten und die Beziehungen den Relationen entsprechen. Da eine Beziehung auch als Entität gesehen werden kann, die selbst wieder mit anderen Entitäten in Beziehungen steht, braucht man die Gleichsetzungsrelation.




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